Rundmail vom 21. August

Rundmail vom 21. August

Rundmail vom 21. August

# Newsletter

Rundmail vom 21. August

Pfarrerin Christiane Moldenhauer schreibt:

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

gestern war ich auf dem Wochenmarkt. Der Bäckerwagen und andere Händler waren diesmal an einem anderen Standort als gewohnt. Nicht nur mir war das aufgefallen, sondern praktisch alle, die sich bei der Bäckereiverkäuferin in die Schlange stellten, haben gleich gefragt: Was ist denn heute los? Sie wusste es auch nicht. Ich habe die kleine Unruhe eine Weile beobachtet: Verwunderung. Spekulationen. Vielleicht schon wegen Burgfestwoche und Altstadtsommer? Niemand hat was erklärt. Und so könnte ich mir ja vorstellen, dass die Verkäuferin gestern Vormittag x-mal das gleiche Gespräch erlebt hat und am Ende immer noch nicht viel mehr wusste.

Am Rande des Markts kam ich mit einer Bekannten ins Gespräch: Wie sehr wir doch oft an Gewohnten hängen. Wie es unruhig machen kann, wenn etwas anders ist als erwartet. Dass wir dann verstehen möchten, warum. Aber was auch Gutes durch eine kleine Unregelmäßigkeit entstehen kann: Die Menschen kamen miteinander ins Gespräch. Es war lebendiger als sonst in der Warteschlage.

Am Sonntag feiern wir unseren Gottesdienst in der Marienkirche. Zum ersten Mal wieder nach vielen Monaten. Ich werde mich auch erst wieder daran gewöhnen müssen. Aber ich freue mich darauf! Auch auf das Ungewohnte. Auf kleine Aha-Momente, die nicht durch Routine verdeckt sind. Auf die Gespräche am Rande. Auf das gemeinsame Singen und Beten. Auf die Orgel. Auf den Kaffee danach. Auf Lebendigkeit. Auf alle, die kommen.

Herzliche Grüße
Christiane Moldenhauer

Dies könnte Sie auch interessieren

0
Feed